DIROFILARIOSE

 

Die gefürchtetste unter den Filarien ist der Herzwurm. Stechmücken übertragen die Larven der Herzwürmer auf den Hund. Von der Haut wandern die Larven in die Muskulatur, dringen in die Blutbahn ein und gelangen auf diesem Weg bis in das Herz. Die erwachsenen Würmer leben dann in den Blutgefäßen und verstopfen diese. Die ersten Krankheitsanzeichen treten erst 5 bis 7 Monate nach der Ansteckung auf. Es kommt zu Einschränkungen der Herzfunktion, Atemnot und chronischem Husten. Andere Filarien, wie beispielsweise der Hautwurm, welcher sehr häufig in Ungarn ist, bildet Hautknoten. Der Hautwurm wird auch über Stechmücken übertragen und kann sich auch beim Menschen einnisten.

 

Dirofilaria immitis, auch Herzwurm genannt, ist ein Parasit, der sich vor allem in der rechten Herzkammer und den von dort in die Lunge führenden Arterien ansiedelt. Das Vorkommen erstreckt sich auf tropische und subtropische Gebiete einschließlich der Mittelmeerregion. Als Überträger werden bis zu 70 Arten von Stechmücken verantwortlich gemacht. Es dauert mindestens ein halbes Jahr, bis die Dirofilariose nach erfolgter Infektion nachgewiesen werden kann.

 

Klinik

Die Entwicklung der Mikrofilarien über verschiedene Larvenstadien findet teilweise in der Stechmücke statt. 70-110 Tage nach Infektion gelangen die adulten Herzwürmer in die Pulmonalarterien, nach 3 Monaten entsteht eine neue Generation von Herzwürmern. 6-7 Monate nach erfolgter Infektion sind erneut Larvenstadien im Blut nachweisbar. Länger andauernder Befall führt zu Gewichtsverlust, schlechter Kondition, produktivem Husten und Ascites, Herz-, Leber- und Niereninsuffizienz.

 

Entzündliche Veränderungen und absterbende Parasiten können zu Thrombosen führen.

 

Massiver Befall kann zu Blutrückstau in die Leber führen mit Leberinsuffizienz infolge einer fortschreitenden Zerstörung der Leberzellen. Es kann zu hämolytischen Anämien kommen, sowie Glomerulonephritiden mit Proteinurie, Urämie bis hin zu Nierenversagen können durch Ablagerung von Immunkomplexen in der Niere entstehen.

 

Diagnose

Der mikroskopische Nachweis der Mikrofilarien ist von peripherem Blut über einen Ausstrich möglich. Die Blutentnahme sollte hierbei in den Morgen- oder Abendstunden erfolgen, da sich die Mikrofilarien dann in den Blutgefäßen dicht unter der Haut aufhalten. Zum Nachweis wird 1 Tropfen Blut mit 1 Tropfen Kochsalzlösung gemischt. Bewegliche Mikrofilarien sind mikroskopisch nachweisbar. Mit venösem Blut kann auch der Knott-Test durchgeführt werden (1 Tropfen EDTA-Blut mit 9ml 2% Formaldehyd mischen, zentrifugieren, Sediment mit Methylenblau gegenfärben und mikroskopieren).

 

Aber: Bei ca. ¼ der infizierten Hunde findet man keine Mikrofilarien. Dieser Zustand wird als okkulte Dirofilariose bezeichnet. In der Regel wird der (Antigen-)Nachweis der adulten Herzwürmer im Labor aus Serum über einen ELISA durchgeführt. Dieser Test ist jedoch erst 4-6 Monate nach einer möglichen Infektion aussagekräftig.

 

Therapie

Alle Mittel gegen adulte Würmer sind relativ toxisch! Wichtig ist daher die Vorbeugung!

 

Prophylaxe

Für endemische Gebiete ist eine Chemoprophylaxe mit Mikrofilariziden angebracht, z. B. Stronghold , Heartgard 30 . Vorsicht: Collies und Bobtails!                    

 

Quelle: www.laboklin.de

 

Kontakt

HundeEngel Tiernothilfe e.V.

Ulmenhof 15

56329 St. Goar

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