MINA ist am 27.06.2020 auf ihrer Pflegestelle angekommen!

Stand 17. Juli 2020:

 

Mina wohnt nun seit 3 Wochen bei uns. Sie war und ist stubenrein und fährt komplett problemlos Auto. Sie kann auch schon mit unserem Familienhund alleine bleiben, weint allerdings in den ersten 3 bis vier Minuten ein bisschen. Mit unseren Kindern klappt das Zusammenleben super.

Sie läuft problemlos am Fahrrad und kann auch schon ein bisschen apportieren. Sitz und Platz sind wir gerade am Üben. Mittlerweile hat Mina gelernt, "ihre" Menschen nicht mehr grenzenlos anzuspringen, wenn sie nach Hause kommen. Ab und zu passiert es nochmal, aber dann lässt sie sich deutlich besser regulieren.

Mit anderen Hunden verträgt sie sich gut. Die Katzen in unserer Familie findet Mina spannend, zu spannend. Wenn man Katzen hat, die nicht sehr geduldig mit Hunden sind, ist Mina kein geeigneter Mitbewohner. Grundsätzlich halte ich eine Vermittlung in eine "Mischfamilie" (Katzen und Hunde) für denkbar. Dies würde allerdings sehr viel Arbeit für die Besitzer bedeuten.

Im Gesamten ist Mina ein lernwilliger, arbeitsfreudiger Hund, der sich über Zuwendung und Beschäftigung freut. Sie ist super bindungsfreudig, liebesbedürftig, kuschelig und anhänglich.

 

Über einen Besuch von Menschen, die jetzt neugierig auf diesen kleinen Diamanten geworden sind, würde sie sich bestimmt sehr freuen.

 

 Stand 16. Januar 2021:

 

Mein letzter Eintrag ist einige Zeit her. Das hat einen sehr traurigen Grund. Mina ist leider in der Zwischenzeit sehr krank gewesen. Sie hat immer mehr abgenommen, hat angefangen ihren Kot zu fressen, ihr Fell wurde stumpf und sie wurde immer müder und war auch nach kurzen Spaziergängen sehr erschöpft. Der erste Arztbesuch ergab einen Mangel an verschiedenen Mineralien und die Tierärztin äußerte den Verdacht, dass Minas Aufgabe, das Mäuschen fangen und fressen, einen Wurmbefall zur Folge hatte. Sie empfahl uns, da sie ja in Spanien negativ auf Mittelmeerkrankheiten getestet worden war, sie zu entwurmen und nach zwei Wochen nochmal wieder zu kommen, um ihr dann gegebenenfalls Blut abzunehmen. In der Zwischenzeit verschlechterte sich ihr Zustand immer mehr. Sie bekam zu dem auch noch schlimme Durchfälle. Wir entschieden uns dazu, nicht länger zu warten und den Tierarztbesuch vorzuverlegen. Mina wurde Blut abgenommen. Die Ergebnisse erschreckend. Keiner der Werte war im Normbereich, die Tierärztin äußerte, dass sie verwundert sei, dass Mina überhaupt noch lebt. Der Verdacht auf Leukämie bestätigte sich nicht. Dafür erfuhren wir, dass Mina nicht nur an Leishmaniose, sondern auch an Ehrlichiose erkrankt war. Als wäre das nicht genug hatte sie zu diesem Zeitpunkt zusätzlich Giardien, eine Darmerkrankung, die aber heilbar ist und einen Milbenbefall.

 

Die Behandlung war schwierig, da ihr Immunsystem und ihr Allgemeinzustand so zerstört waren, dass der parallele Start der verschiedenen Behandlungen hätte kontraproduktiv sein können. Also holten wir uns Hilfe in unserem Partnertierheim in Barcelona. Wir erhielten Medikamente und begannen Mina zweimal täglich mit Glucantime zu behandeln. Ein Medikament, dass ihr unter die Haut gespritzt werden musste. Sie ließ das alles so geduldig über sich ergehen, suchte unsere Nähe und kämpfte sich wieder ins Leben. Zudem kochten wir Karottensuppe, fütterten sie 5 mal täglich und gaben ihr diverse Medikamente. Mittlerweile sind die Ehrlichiose Werte wieder sehr niedrig, die Leishmaniose als chronische Krankheit zwar nicht heilbar, aber aktuell unter Kontrolle. Auch die Giardien und die Milbe konnten wir mit einer medikamentösen Therapie besiegen.

 

Aus diesen Gründen war Mina auch eine Zeit nicht in der Vermittlung. Jetzt ist sie gesundheitlich stabil und sucht nun nach lieben Menschen, die sich auch von einer Leishmaniose Erkrankung nicht abschrecken lassen und Minas Kämpferherz ein eigenes Körbchen schenken möchten.

 

Mina ist ein fröhlicher, lustiger, aktiver junger Hund. Sie hat mittlerweile gelernt Pfötchen zu geben, auf ihre Decke zu gehen, sie kann Sitz und Platz, ist stubenrein, bleibt alleine, fährt Auto, ist mit Kindern entspannt, apportiert einen Futterbeutel und ist katzenverträglich, allerdings sehr interessiert an ihnen. Gerade üben wir das Bleiben auf der Decke, ordentlich an der Leine zu gehen, andere Hunde nicht anzubellen und das Kommando "Fuß". Man könnte also sagen, Mina gibt sich extrem viel Mühe, ihre Krankheit über positive Charaktereigenschaften, eine gute Grunderziehung und ein liebevolles, bindungsfreudiges Wesen auszugleichen.

 

Kontakt

HundeEngel Tiernothilfe e.V.

Urbarer Str. 20

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E-Mail: infoHE@hundeengel.de